
Der Tod von Brandmeister Christian Eder erschüttert Kärnten. Nun bedankt sich seine Witwe mit bewegenden Worten bei seinen Kameraden der Feuerwehr.
Der plötzliche Tod von Brandmeister Christian Eder hat weit über die Feuerwehr hinaus Bestürzung ausgelöst. Der Floriani war während eines Familienurlaubs in Italien an einem Herzinfarkt gestorben. Jetzt hat sich seine Witwe mit einem emotionalen Facebook-Beitrag an die Kameraden gewandt.
“Ein Einsatz, den sich keine Feuerwehr jemals wünscht. Ein Einsatz, auf den keine Ausbildung und keine Erfahrung vorbereiten kann. Es gibt keine Worte für das, was passiert ist. Kein Warum. Keine Erklärung, die diesen Verlust begreifbar machen könnte”, heißt es zu Beginn des im Namen der Witwe veröffentlichten Postings.
“Ihr habt ihn heimgeholt”
Besonders dankbar zeigt sich die Familie für die Unterstützung der Feuerwehr Spittal an der Drau. Die Einsatzkräfte hätten Christian Eder auf seinem letzten Weg nicht allein gelassen.
“Aber heute möchte ich in meinem und Felix’ Namen etwas sagen. Und ich möchte diesen Beitrag ganz bewusst öffentlich teilen. Nicht, weil unser Schmerz Öffentlichkeit braucht – sondern weil das, was ihr für Christian getan habt, gesehen werden soll. Weil euch, liebe Feuerwehr Spittal an der Drau, dafür der Respekt und die Anerkennung gebühren, die ihr verdient. Was ihr in diesen vergangenen Tagen für unseren Christian getan habt, ist für uns kaum in Worte zu fassen. Ihr habt ihn nicht alleine gelassen. Nicht in Italien. Nicht auf seinem Weg zurück nach Österreich. Nicht bei seiner Ankunft zuhause. Und auch jetzt nicht. Ihr habt meinen und euren Christian, heimgeholt”, schreibt sie.
“Feuerwehr ist Familie”
Für die Witwe habe sich gerade in den schwersten Stunden gezeigt, was Kameradschaft bei der Feuerwehr bedeutet. Sie beschreibt die Feuerwehr als weit mehr als Einsätze oder Uniformen.
“Feuerwehr ist Familie”, betont sie. Zusammenhalt bedeute, auch in den dunkelsten Momenten füreinander da zu sein und einen Kameraden selbst auf seinem letzten Weg nicht allein zu lassen. Der Familie sei bewusst, dass dieser Abschied auch für die Kameraden unerträglich schwer gewesen sei. Dennoch hätten sie organisiert, begleitet und die Angehörigen unterstützt.
“Er war einer von euch”
Zum Abschluss richtet die Trauernde noch einmal persönliche Worte an die Feuerwehr.
“Genau deshalb teile ich eure Worte und diese Bilder heute öffentlich. Damit auch andere sehen, was hinter dem Wort Feuerwehr wirklich steht. Damit gesehen wird, was ihr für einen eurer Kameraden getan habt. Und damit ihr dafür den Respekt und die Anerkennung bekommt, die euch von Herzen gebühren. Christian war Feuerwehrmann. Er war einer von euch. Und ihr habt dafür gesorgt, dass er auch auf seinem schwersten und letzten Weg niemals alleine war. Was ihr für unseren Christian getan habt, werden wir als seine Familie niemals vergessen”, so schließt die Trauernde ihren Beitrag.
Mit ihren bewegenden Worten macht die Witwe deutlich, wie viel ihr die Unterstützung der Feuerwehr in den schwersten Stunden bedeutet hat.