
Jener ehemalige Elitepolizist, der im Verdacht steht, Anfang des Jahres seine Geliebte getötet zu haben, wurde nun im Gefängnis vergiftet.
Jener verdächtige Ex-Cobra-Polizist, der im Jänner dieses Jahres seine Geliebte, Fitnesstrainerin Johanna G. getötet haben soll, wurde im Gefängnis Opfer eines Gift-Anschlags. Wie die “Krone” am Sonntag berichtet, soll ein ehemaliger Zellengenosse in der Grazer Justizanstalt Jakomini dafür verantwortlich sein.
Der entsprechende Vorfall ereignete sich laut “Krone” bereits im Februar. Der Zellengenosse – ein wegen schweren Kindesmissbrauchs beschuldigter Mann – soll versucht haben, den Ex-Polizisten zu vergiften. Der konkrete Verdacht: Während der Cobra-Beamte im Bad war, soll der Verdächtige dessen Wasserglas mit starken Medikamenten, die er zuvor von Gefängnisärzten bekommen und pulverisiert hatte, versetzt haben.
Bewusstsein verloren
Insgesamt soll es zu zwei derartigen Vorfällen gekommen sein. Beim ersten Anschlag habe der Ex-Polizist ausgetrunken. Den bitteren Geschmack dürfte er zu spät bemerkt haben. In weiterer Folge musste er mehrmals erbrechen und wurde gar ohnmächtig. Einen zweiten Angriff dürfte er durchschaut haben. Er übergab das Gefäß mit dem kontaminierten Inhalt der Anstaltsleitung, welche toxikologische Analyse veranlasste.
Polizisten gelten im Gefängnis als Feindbild. Weil sich der Mordverdächtige augenscheinlich in latenter Todesgefahr befindet, wird der 31-Jährige mittlerweile streng bewacht. Zudem sei er aktuell nur noch mit “eher harmlos geltenden Insassen in einem Haftraum untergebracht”, so die “Krone”.
Ex-Cobra-Mann beteuert Unschuld
Rückblick: Der Ex-Cobra Polizist wird beschuldigt, seine frühere geheime Geliebte Johanna G. erdrosselt zu haben. Er selbst sprach gegenüber von Ermittlern von einem “Sex-Unfall”. Er spricht davon, dass man “nach ein paar Bier” und trotz Eiseskälte einen Ausflug mit dem Auto auf einen abgelegenen Parkplatz gemacht hatte und es dort dann zu einvernehmlichen Würgespielchen gekommen sei, die tödlich endeten. Er habe dann die Leiche im Wald vergraben – “in Panik”, wie sich der Verdächtige äußert.
Er habe sogar noch mit Herzmassage versucht, die 34-Jährige zu retten. Dann vergrub er die Leiche. Vor der verhängnisvollen Nacht soll die Fitnesstrainerin den Cobra-Cop (30) mit ihrem positiven Schwangerschaftstest konfrontiert haben. Dann kam es zu dem letzten Treffen mit dem Mann, der mit einer anderen Frau scheinbar die perfekte Beziehung führte und sogar schon Hochzeitspläne gehabt haben soll.
Der Steirer betont nach wie vor seine Unschuld, für die auch die beiden Top-Verteidigerinnen Astrid Wagner und Ina-Christin Stiglitz kämpfen. Sollte das Geschworenengericht einen Schuldspruch fällen, droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.