Vater und Tochter (6) tot! Für Helfer war es zu schlimm

Ein Traktorunfall in Vorarlberg kostete einem 41-jährigen Vater und seiner sechsjährigen Tochter das Leben. Die Einsatzkräfte kamen an ihre Grenzen.

Ein Familienausflug nahm in Vorarlberg ein tragisches Ende. Ein 41-Jähriger war mit seinen beiden kleinen Töchtern auf einem Traktor unterwegs, als das Fahrzeug auf einer abschüssigen Wiese außer Kontrolle geriet. Der Vater und ein Kind starben noch an der Unfallstelle.

Das Unglück ereignete sich bereits am Dienstag in Satteins im Bezirk Feldkirch. Der Traktor kam laut den bisherigen Informationen ins Rutschen, kippte um und überschlug sich gemeinsam mit einem schweren Anhänger mehrfach. Dabei kamen der Vater und seine sechsjährige Tochter ums Leben. Die vierjährige Schwester erlitt schwere Verletzungen.

Unfall blieb unbemerkt

Besonders dramatisch: Der Unfall geschah in einem abgelegenen Gebiet und blieb zunächst unbemerkt. Erst als sich die Mutter Sorgen machte und selbst nach ihrer Familie suchte, entdeckte sie die Verunglückten und setzte den Notruf ab.

Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot aus, darunter auch zwei Hubschrauber. Für den 41-Jährigen und seine ältere Tochter kam jede Hilfe zu spät. Das vierjährige Mädchen wurde ins Krankenhaus geflogen und konnte mittlerweile wieder entlassen werden.

Bereits 580.000 Euro gesammelt

Die Tragödie bewegt weit über den Ort hinaus. Für die Mutter und ihre Tochter wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Darin heißt es: “Was als schöner Familienabend mit Freunden beim Zelten begann, endete in einer Tragödie, die das Leben einer Familie von einem Augenblick auf den anderen für immer veränderte.”

Die Anteilnahme ist groß. Bereits mehr als 580.000 Euro wurden gesammelt. Auf der Spendenseite heißt es weiter: “Kein Geld der Welt kann Marcel und Klara zurückbringen. Doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Sarah und Anna diese schwere Zeit nicht auch noch mit existenziellen finanziellen Sorgen bewältigen müssen.”

“Treffen uns mitten ins Herz”

Wie sehr das Unglück die Gemeinde erschüttert hat, zeigt auch ein Beitrag der Feuerwehr Satteins: “Es gibt Einsätze, die uns als Retter an unsere Grenzen bringen – und es gibt Momente, die uns mitten ins Herz treffen und sprachlos zurücklassen.”

Da zahlreiche Feuerwehrleute die Familie persönlich kannten, wurde die Bergung der Verstorbenen von Einsatzkräften der benachbarten Feuerwehr Frastanz übernommen. Wer helfen möchte, kann das hier tun >>>

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