Tiefe Trauer nach Tragödie in Vorarlberg
„Es gibt Einsätze, die uns als Retter an unsere Grenzen bringen – und es gibt Momente, die uns mitten ins Herz treffen und sprachlos zurücklassen.“ Mit diesen Worten beschreibt die Freiwillige Feuerwehr der 2800-Seelen-Gemeinde Satteins in Vorarlberg den Einsatz am Dienstagnachmittag. Die Einsatzkräfte wurden zu einem tödlichen Traktorunfall in der Gemeinde gerufen. Besonders tragisch: Der Unfall war am Vormittag passiert, blieb aber lange unbemerkt.
Ein Mann war gemeinsam mit seinen beiden kleinen Töchtern mit einem Traktor samt Anhänger auf einem Wiesengelände unterwegs, als das Gespann vermutlich ins Rutschen geriet und sich in der Folge überschlug. Der Lenker sowie seine 6-jährige Tochter erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die 4-jährige Tochter wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Hubschrauber in das Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Weil ihr Mann und die beiden Töchter lange ausblieben, wollte die Mutter nach der Familie sehen und entdeckte die Verunfallten, wie die Krone berichtet.
Die Einsatzkräfte aus der Gemeinde mussten zu dem Notfall ausrücken und bleiben erschüttert zurück: „Gemeinsam mit dem Team des Rettungshubschraubers und der Polizei haben wir alles gegeben und versucht, zu helfen. Doch leider müssen auch wir schmerzhaft erkennen, dass wir nicht immer helfen können. Leider sind ein Vater und seine Tochter dabei ums Leben gekommen“, schreibt die Freiwillige Feuerwehr Satteins in einem Facebook-Posting.
Das Team der Feuerwehr spricht den Angehörigen und Freunden der Familie ihr Mitgefühl aus und bedankt sich bei der Feuerwehr des Nachbarorts. Die Florianis der Feuerwehr Frastanz übernahmen die Bergung, da viele Satteiner an ihre psychische Grenze stießen. „In dieser extrem schweren Situation hat die bereits mitalarmierte Feuerwehr Frastanz die Bergung für uns übernommen. Ein aufrichtiges und tief empfundenes Danke dafür“, heißt es.