“Wollte ihn verarschen”: Killer fand Opfer auf Snapchat

Neue Details zum toten Wiener in Langenzersdorf: Der 18-Jährige soll das spätere Opfer mit einem Fakeprofil auf “Snapchat” in die Falle gelockt haben.

Genau eine Woche ist die Bluttat in Langenzersdorf jetzt her. “Heute”-Recherchen ergeben neue Details über den 18-Jährigen mutmaßlichen Täter. Er sitzt nach einem Geständnis weiter in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Korneuburg.

Der 18-Jährige wird verdächtigt, in der Nacht auf den 6. August einen 29-Jährigen in Langenzersdorf, Niederösterreich, zu Tode geprügelt zu haben – “Heute” berichtete. Der Verdächtige könne noch immer nicht begreifen, was er getan hat. Auch in seinem Umfeld können viele kaum glauben, was passiert ist: Nachbarn haben den Verdächtigen immer als lieben Burschen gekannt.

Mit Fakeprofil auf “Snapchat” gelockt

Immer deutlicher wird, wie der Kontakt zu seinem späteren Opfer entstanden sein soll. Demnach lernte der Verdächtige den 29-jährigen Wiener über die Social Media Plattform “Snapchat” kennen – dafür soll der Verdächtige ein Fakeprofil benutzt haben.

Schwulenhass soll nach seinen eigenen Angaben eine Rolle gespielt haben. “Ich wollte ihn verarschen”, so der 18-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann.

Treffen in Langenzersdorf endet tödlich

Nach anfänglichem Kontakt über soziale Medien wurde vergangene Woche ein vermeintlich romantisches Date in Langenzersdorf vereinbart. Der 18-Jährige wählte als Treffpunkt – und späteren Tatort – ein leeres Einfamilienhaus nahe der Seeschlacht aus. Das Haus gehörte Bekannten. Die Familie des Verdächtigen hätte darauf gut aufpassen sollen, während der Hausbesitzer auf Urlaub war. Mit dem Schlüssel hatte der Verdächtige Zugang zum Gebäude.

In der Nacht auf den 6. August eskalierte die Situation völlig. Der 18-Jährige soll den Wiener massiv attackiert und ihm schwere Verletzungen im Kopf- und Halsbereich zugefügt haben. Das Opfer starb noch im Haus. Ermittler vermuten, der Kampfsport-erfahrene Verdächtige könnte den 29-Jährigen mit bloßen Händen tödlich verletzt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach der Attacke vertraute sich der 18-Jährige einem Angehörigen an. Dieser verständigte die Polizei und der junge Mann wurde festgenommen. Nach wirren Angaben bei seiner ersten Einvernahme gestand der Verkäufer später die tödliche Attacke. Beim massiven Gewaltausbruch in Langenzersdorf hätte er unter Einfluss der Droge Ecstasy gestanden.

In Wien in “falsche Kreise” geraten

Schon vor der Tat soll der gelernte Einzelhandelskaufmann Drogenprobleme gehabt haben. Der 18-Jährige soll schon früher Rauschgift konsumiert haben und in Wien in “falsche Kreise” geraten sein, heißt es.

Die Ermittler beschäftigt weiterhin das genaue Motiv. Neben Schwulenhass wird eine Verbindung zur sogenannten Pedo-Hunter-Szene vermutet. Junge Männer würden Homosexuelle fälschlicherweise der Pädophilie bezichtigen und auf Social Media zu “Dates” einladen, wo diese erniedrigt, misshandelt und verletzt werden. Jene mögliche Verbindung wird nun untersucht. Für den 18-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Related Posts

So gab Meinl-Reisinger 100.000 Euro für Flugreisen aus

Sie ist die Jetset-Ministerin: Beate Meinl-Reisinger. Gemeinsam mit ihrem Kabinett verflog sie in nur drei Monaten satte 100.000 Euro. Eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat…

“Versteht keiner”: Babler-Sitzung sorgt für Unmut

SP-Babler hat seine Regierungsmitglieder für Mittwoch kurzfristig zwecks besserer “Abstimmung” einbestellt. Schon beim Termin mangelt’s an Abstimmung. Die SPÖ manövriert sich selbst immer tiefer ins Chaos. Seit…

XXL-Regierung verflog in drei Monaten eine Million Euro

Abgehoben ist die Regierung auch im zweiten Quartal wieder – und zwar buchstäblich: “Heute” liegen alle Reisespesen-Abrechnungen vor. Die Details. Es ist die größte Regierung aller Zeiten:…

Paukenschlag! Minister fordert Corona-Hilfen zurück

Minister Marterbauer macht klar: Wer Corona-Hilfen zu Unrecht erhalten hat, muss mit Rückforderungen rechnen. Dabei geht es um 158,8 Millionen Euro. Bei der Abwicklung der milliardenschweren Corona-Hilfen…

Neuer Missbrauchsfall erschüttert Österreichs TV-Szene

Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen Ermittlungen wegen schwerer Vorwürfe. Auch zwei Frauen stehen im Fokus der Justiz. Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen seit Mai Ermittlungen…

SPÖ-Kräftemessen um “Kultur-Euro”: Babler droht Ludwig

Die Stadt Wien plant, kulturelle Events mit einer neuen Abgabe zu versehen. Grund: das klamme Stadtbudget. Jetzt schaltet sich die Regierung ein. Die Stadt Wien nennt ihn…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You cannot copy content of this page