Raser filmt sich mit Handy und fährt in Menschenmenge

Er filmte sich am Steuer und raste mit 170 km/h in einen Karnevalszug. Sieben Menschen starben. Der 38-Jährige wurde jetzt verurteilt.

Ein belgisches Schwurgericht in Mons hat am Mittwoch den 38-jährigen Paolo Falzone zu 27 Jahren Haft verurteilt. Er war im März 2022 mit seinem Auto in einen Karnevalszug gerast und tötete dabei sieben Menschen.

Im Moment der Kollision im Dorf Strépy-Bracquegnies filmte der Verurteilte einen Beitrag für Online-Plattformen mit seinem Handy – und schaute nicht auf die Straße. Er fuhr mit 170 km/h durch eine Tempo-50-Zone.

Sechs Menschen starben sofort, ein weiteres Opfer erlag 2024 den Spätfolgen. Rettungskräfte zählten Dutzende Verletzte und sprachen von “Kriegsszenen”. Falzone brachte seinen Wagen erst einen Kilometer nach der Kollision zum Stehen.

Fahrer war vorbestraft

Der Fahrer hatte zuvor einen Nachtclub besucht. Bereits 2017 war er wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt worden. Bereits am vergangenen Freitag hatte dasselbe Gericht ihn des siebenfachen Totschlags und 79-fachen versuchten Totschlags schuldig gesprochen.

Während des Prozesses saß Falzone fast 200 Nebenklägern gegenüber – Menschen, die verletzt oder schwer traumatisiert wurden oder ihre Angehörigen verloren. Der Angeklagte bedauerte seine Tat und sagte, er habe niemandem schaden wollen.

Ein Beifahrer des Mannes wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht folgte mit dem Strafmaß der Forderung der Anklage.

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