Mit ihm als Chef würde die SPÖ die ÖVP überholen

Wer kann die SPÖ retten? Das fragen sich viele Menschen in Österreich. Laut einer neuen Umfrage wäre ein Kandidat Finanzminister Markus Marterbauer.

Die Talfahrt der SPÖ unter Andreas Babler geht ungebremst weiter. Auch in der aktuellen “Heute”-Umfrage kommt sie nur mehr auf 18 Prozent. Das wäre gerade einmal die Hälfte der FPÖ mit 36 Prozent.

Suche nach Alternativen zu Babler

Stoppen könnte diese Talfahrt Finanzminister Markus Marterbauer, würde er als roter Spitzenkandidat in die nächste Wahl gehen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von “Unique Research” für ATV (819 Befragte online und telefonisch, Feldarbeit 15. bis 18. Juni, maximale Schwankungsbreite ±3,4 Prozent).

Demnach käme die SPÖ mit Marterbauer auf 25 statt 18 Prozent. Damit würde sie an der ÖVP vorbeimarschieren und auf Platz zwei landen.

Fast alle anderen Parteien müssten Federn lassen

Interessant: Bei diesem (hypothetischen) Szenario würde die Marterbauer-SPÖ von fast allen anderen Parteien Stimmen abziehen. So käme die ÖVP nur auf 20 statt 22 Prozent, auch die Neos als kleinste Regierungspartei würden von neun auf sieben Prozent absinken.

Zünglein an der Waage für Einzug ins Parlament

Selbst die Grünen müssten Federn lassen: neun statt elf Prozent. Bei der KPÖ wären es drei statt vier Prozent – und damit das Verpassen des Einzugs in den Nationalrat.

Nur die FPÖ bliebe stabil

Ais einziger Partei nichts ausmachen würde ein Antreten von Marterbauer als SPÖ-Spitzenkandidat der FPÖ. Die Freiheitlichen kämen – wie auch bei einer SPÖ unter Babler – stabil auf 36 Prozent und damit auf ein Allzeit-Hoch.

Experte mahnt zu Vorsicht

Wie sieht “Unique Research”-Meinungsforscher und Polit-Experte Peter Hajek dieses Ergebnis? “Die vorliegenden Zahlen sind mit entsprechender Vorsicht zu interpretieren, da es sich bei dieser Fragestellung derzeit um ein hypothetisches Szenario handelt.”

„Markus Marterbauer wäre eine ernstzunehmende Option für die nächste Nationalratswahl.“

Peter HajekMeiungsforscher, “Unique Research”

Unter der Annahme, dass Markus Marterbauer tatsächlich als Spitzenkandidat der SPÖ antreten würde, ergäben sich mehrere offene Fragen, so Hajek: Ist ein etwaiger Führungswechsel innerhalb der SPÖ im Einvernehmen erfolgt? Wie würde der politische Mitbewerb auf Marterbauer reagieren? Welche Bewertung würde diese Veränderung in den Medien erfahren?

“Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich das Umfeld für Marterbauer deutlich verändern würde. Wie dies von den Wählerinnen und Wählern aufgenommen würde, lässt sich derzeit jedoch nicht abschließend beurteilen. Festhalten lässt sich jedoch, dass Marterbauer eine ernstzunehmende Option für die nächste Nationalratswahl darstellen würde.”

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