“Keppelt dazwischen”: FP fetzt sich mit Meinl-Reisinger

Im Nationalrat ist am Montag eine hitzige Debatte über die Südtirol-Autonomie entbrannt. Vor allem zwischen FPÖ und Regierung flogen dabei die Fetzen.

Im Parlament steht diese Woche ein Mammutprogramm an. Von Montag bis Freitag sollen im Nationalrat noch zahlreiche Gesetze beschlossen werden. Bereits am Montag ging es beim Thema Südtirol-Autonomie zwischen den Abgeordneten heiß her.

Hintergrund ist die zwischen Bozen und Rom ausgehandelte Autonomiereform. Sie sieht vor, die Eigenständigkeit Südtirols zu stärken und gesetzgeberische Kompetenzen wiederherzustellen beziehungsweise auszubauen.

FPÖ stimmt gegen Antrag

Mit ihrem Entschließungsantrag spricht sich die Bundesregierung für eine Unterstützung der Pläne der Südtiroler Landesregierung aus, in Bozen ein Zentrum für Autonomie- und Minderheitenfragen zu errichten.

Im Außenpolitischen Ausschuss stimmte lediglich die FPÖ gegen den Antrag der Regierung. Die Freiheitlichen kritisieren, die Koalition setze falsche Schwerpunkte und stelle die Südtirol-Autonomie als abgeschlossene Angelegenheit dar.

“Entsetzt aufgrund ihres Unwissens”

FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch eröffnete gleich zu Beginn den Schlagabtausch mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos). “Falls uns Südtiroler zugehört haben, die waren wahrscheinlich entsetzt aufgrund ihres Unwissens”, so Belakowitsch. “Sie haben hier offensichtlich überhaupt keine Ahnung.”

Nach mehreren Seitenhiebe kam es zu Zwischenrufen der Außenministerin. Die FPÖ-Abgeordnete richtete sich daraufhin an die Fernsehzuseher. “Sie bekommen es nicht mit, die Frau Bundesminister keppelt permanent irgendwas dazwischen und glaubt alles zu wissen.”

Drei Entschließungsanträge von FPÖ

Mit drei eigenen Entschließungsanträgen fordert die FPÖ unter anderem eine umfassende Amnestie für ehemalige Freiheitskämpfer, den uneingeschränkten Erhalt des deutschsprachigen Schulsystems in Südtirol sowie ein klares Bekenntnis Österreichs zum Selbstbestimmungsrecht der deutschen und ladinischen Volksgruppen. Die Anträge fanden im Ausschuss allerdings keine Mehrheit.

Mehr zum Thema

Related Posts

So gab Meinl-Reisinger 100.000 Euro für Flugreisen aus

Sie ist die Jetset-Ministerin: Beate Meinl-Reisinger. Gemeinsam mit ihrem Kabinett verflog sie in nur drei Monaten satte 100.000 Euro. Eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat…

“Versteht keiner”: Babler-Sitzung sorgt für Unmut

SP-Babler hat seine Regierungsmitglieder für Mittwoch kurzfristig zwecks besserer “Abstimmung” einbestellt. Schon beim Termin mangelt’s an Abstimmung. Die SPÖ manövriert sich selbst immer tiefer ins Chaos. Seit…

XXL-Regierung verflog in drei Monaten eine Million Euro

Abgehoben ist die Regierung auch im zweiten Quartal wieder – und zwar buchstäblich: “Heute” liegen alle Reisespesen-Abrechnungen vor. Die Details. Es ist die größte Regierung aller Zeiten:…

Paukenschlag! Minister fordert Corona-Hilfen zurück

Minister Marterbauer macht klar: Wer Corona-Hilfen zu Unrecht erhalten hat, muss mit Rückforderungen rechnen. Dabei geht es um 158,8 Millionen Euro. Bei der Abwicklung der milliardenschweren Corona-Hilfen…

Neuer Missbrauchsfall erschüttert Österreichs TV-Szene

Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen Ermittlungen wegen schwerer Vorwürfe. Auch zwei Frauen stehen im Fokus der Justiz. Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen seit Mai Ermittlungen…

SPÖ-Kräftemessen um “Kultur-Euro”: Babler droht Ludwig

Die Stadt Wien plant, kulturelle Events mit einer neuen Abgabe zu versehen. Grund: das klamme Stadtbudget. Jetzt schaltet sich die Regierung ein. Die Stadt Wien nennt ihn…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You cannot copy content of this page