Höheres Pensionsalter – Ministerin plant Gipfel

Neos-Chefin Meinl-Reisinger fordert erneut ein höheres Pensionsantrittsalter. Ab 2030 soll es schrittweise steigen und bis 2041 bei 67 Jahren liegen.

Die Diskussion über einen späteren Pensionsantritt bekommt neuen Schwung. Außenministerin und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger fordert eine weitere Reform und will dafür im Herbst alle Parteien an einen Tisch holen.

Meinl-Reisinger machte am Freitagabend deutlich, dass sie angesichts der steigenden Lebenserwartung eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für notwendig hält.

“Wir werden nicht umhinkommen, das gesetzliche Pensionsantrittsalter an die gestiegene Lebenserwartung anzupassen”, so die Neos-Chefin.

Allparteien-Gipfel im Herbst gefordert

Meinl-Reisinger wirbt dabei erneut für das Pensionsmodell ihrer Partei. Dieses sieht keine sprunghafte Erhöhung vor, sondern eine schrittweise Anpassung an die höhere Lebenserwartung.

Für ihren Vorschlag sieht sie inzwischen auch Unterstützung außerhalb der eigenen Partei. “Ich sehe da mittlerweile eine breite Mehrheit in der Bevölkerung für diesen Vorschlag”, betonte sie.

Bereits im September will Meinl-Reisinger deshalb mit den anderen Parteien Gespräche führen. Ziel ist ein gemeinsamer Gipfel zur Zukunft der Pensionen.

“Wir brauchen einen Allparteien-Gipfel im Herbst zum Thema Pensionen. Ich will alle in die Verantwortung nehmen, weil man muss sich auch hinstellen und den Menschen sagen, warum man nicht bereit ist, eine wichtige Reform mitzutragen”, so Beate Meinl-Reisinger.

Ab 2030 soll Pensionsalter steigen

Mit den bereits beschlossenen Änderungen zeigt sich die NEOS-Chefin grundsätzlich zufrieden. Über die seit 1. Jänner 2026 geltende Pensionsreform sagte sie: “Wir haben an so vielen Schrauben gedreht, wie seit zwei Jahrzehnten nicht”.

Dabei soll es aus ihrer Sicht allerdings nicht bleiben. Meinl-Reisinger schlägt vor, das gesetzliche Pensionsantrittsalter ab 2030 jedes Jahr um zwei Monate anzuheben.

“Unser Vorschlag ist, dass wir ab 2030 starten, bei den Frauen ein bisschen später, weil das Pensionsantrittsalter ja jetzt gerade angeglichen wird, und dann jährlich um zwei Monate das gesetzliche Antrittsalter erhöhen”, erklärte Meinl-Reisinger.

Ziel sind 67 Jahre

Bei Frauen soll die weitere Erhöhung aufgrund der derzeit laufenden Angleichung des gesetzlichen Pensionsalters entsprechend später beginnen.

Mit dem von den Neos vorgeschlagenen Modell würde das gesetzliche Pensionsantrittsalter nach Angaben Meinl-Reisingers bis 2041 schrittweise auf 67 Jahre steigen.

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