FPÖ tobt: “ÖVP hat Babler bis auf Unterhose ausgezogen”

Die Bekanntgabe der neuen ORF-Direktoren sorgt für ordentlich Wirbel: Die FPÖ spricht von einer “Machtübernahme” der ÖVP.

Am Dienstag wurde nach langem Rätseln bekannt, wer im neuen Team von ORF-Generaldirektor Clemens Pig sein wird. Während in den Bundesländern – bis auf in der Steiermark, in Kärnten, in Salzburg und in Vorarlberg – alles beim Alten bleibt, gibt es am Küniglberg drei Neubesetzungen.

Wie bereits berichtet, wird Angelika Simma-Wallinger künftig die Geschicke im Bereich “Audience und Plattformen” leiten, Silvia Lieb wird Finanzchefin und Michael Krön soll Programmdirektor werden. Nur Harald Kräuter bleibt in seiner Rolle als Technikdirektor erhalten. Grünes Licht muss schlussendlich der Stiftungsrat am Dienstag in einer Woche geben.

Kritik an Medienminister

Bis dahin sorgen die nunmehrigen Nennungen für einiges an Gesprächsstoff. Vor allem die FPÖ zeigte sich empört. Kathrin Zierhut-Kunz, die den Freiheitlichen nahestehen soll, ging leer aus. Der blaue Generalsekretär Christian Hafenecker sprach von einer “brachialen Machtübernahme durch die ÖVP”.

Dem FPÖ-General zufolge habe “der ÖVP-Kandidat Pig” eine Truppe “aus ergebenen Parteisoldaten” zusammengestellt. Somit würde der ORF “endgültig zur reinen Propaganda-Abteilung der ÖVP” werden. Auch die Rolle der SPÖ kritisierte Hafenecker scharf. Namentlich nannte er den roten Stiftungsrat Heinz Lederer sowie Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler. Laut dem Freiheitlichen habe die ÖVP den roten Medienminister hier “bis auf die Unterhose ausgezogen”.

FPÖ sieht keine Reform

Weiters stieß Hafenecker sauer auf, dass es bei den ORF-Landeschefs nur wenige Führungswechsel gibt. “Das ist keine Reform, das ist Beton”, so die Ansicht des FPÖ-Generals. Tatsächlich waren die meisten Wechsel in den Ländern pensionsbedingter Natur.

Abschließend forderte der Blaue einen “Komplettumbau” des öffentlich-rechtlichen Senders. “Schluss mit dem Zwang, Schluss mit dem Postenschacher auf Kosten der Bürger”, betonte der FPÖ-General.

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