Abschiebung geplatzt! Algerier narrt Behörden erneut

Die Abschiebe-Posse um einen Algerier geht weiter: Am Donnerstag sollte er erneut außer Landes gebracht werden. Der Flieger hob nicht ab.

Schon seit Jahren narrt ein mehrfach straffälliger Algerier den österreichischen Staat. Er wurde mehrfach enthaftet und tauchte immer wieder unter. Auch eine erste Abschiebung scheiterte. Ein erneuter Versuch schlug am Donnerstag fehl, da der Mann im Flieger randaliert haben soll, berichtet “Krone”. Demnach wollte der Pilot so nicht starten.

Die Vorgeschichte: Wie bereits berichtet, gelangte der Algerier Anfang 2024 illegal nach Österreich. Am 5. April 2024 kam er dann erstmals mit der Polizei in Berührung. Er soll einen Einbruchsdiebstahl begangen haben und gab sich als Syrer ohne Ausweisdokumente aus. Zwei Tage später gab der Mann dann aber an, aus Algerien zu stammen und stellte Antrag auf internationalen Schutz. Danach wurde er freigelassen und in die Grundversorgung aufgenommen. Der Mann tauchte unter – ein Vorgang, der sich wiederholen sollte.

Mehrfach enthaftet

Am 22. Juni 2024 saß der Algerier nach einem erneuten Diebstahl wieder im Polizeianhaltezentrum. Die Enthaftung folgte am Tag danach. Wenig überraschend verschwand der Mann wieder von der Bildfläche. Bis zum 24. Oktober 2024 war es dann ruhig um den Flüchtling geworden, ehe sein Antrag auf internationalen Schutz abgewiesen wurde. Die darauffolgende Beschwerde schmetterte das Gericht auch ab.

Am 15. November 2024 folgte dann die erste Verurteilung des Mannes. Er erhielt zwölf Monate teilbedingte Haft. Der Grund: Die Sachbeschädigung eines Pkw (Motorhaube, Scheibe und Scheinwerfer zerstört) und versuchter Einbruchsdiebstahl. Nur drei Tage später wurde der Algerier jedoch abermals enthaftet und tauchte unter.

Darum scheiterte erste Abschiebung

Das nächste Mal wurde der Mann am 13. März 2025 bei einem Suchtgiftdelikt erwischt und erneut festgenommen. Am 11. April konnte ein Heimreisezertifikat erwirkt werden. Der Staat wollte ihn am 14. Mai 2025 abschieben. Zwei Tage davor stellte der Algerier erneut einen Antrag auf internationalen Schutz – die Abschiebung war damit hinfällig.

Der nächste Erfolg für den Flüchtling folgte am 11. Juni 2025: Sein Asylfolgeverfahren wurde zugelassen. Somit war der Mann abermals frei und konnte wenig überraschend erneut untertauchen. Da er sich dem Asylverfahren entzogen hatte, wurde der Migrant am 11. November 2025 bei einer Personenkontrolle festgenommen. Nur zwei Tage später war er erneut frei und konnte wieder verschwinden.

Erst am 21. Februar 2026 wurde sein Antrag auf internationalen Schutz abgewiesen. Nach einem Kellereinbruch klickten dann am 14. Mai 2026 erneut die Handschellen für den Algerier. Aufgrund von Fluchtgefahr kam er nun endlich in Schubhaft. Gegen diese legte er Beschwerde ein und scheiterte.

Das ist jetzt geplant

Daher sollte er am Donnerstag nun in einen Flieger Richtung Heimat gesetzt werden. Im letzten Moment soll sein Verhalten den Flug verhindert haben. Wie die “Krone” unter Berufung auf das Innenministerium schreibt, hätte der Pilot hier das letzte Wort.

Somit wurde der Algerier erneut in das Polizeianhaltezentrum gebracht, wo er sich aktuell befinden soll. Dem Bericht zufolge werde in den kommenden Tagen ein erneuter Abschiebeversuch unternommen. Das Innenministerium plant, den Piloten im Vorfeld über den Passagier zu informieren.

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