60.000 Migranten stürmen Spanien – Bewohner in Angst

Binnen 24 Stunden haben rund 60.000 Migranten Ceuta erreicht. Die spanische Regierung entsandte das Militär zur Unterstützung der Grenzbeamten.

Die spanische Exklave Ceuta erlebt einen massiven Zustrom von Migranten. Nach Angaben des Innenministeriums erreichten innerhalb von 24 Stunden rund 60.000 Menschen das an Marokko grenzende EU-Gebiet – auf dem See- und Landweg.

Als Reaktion auf den Massenandrang schickte die Regierung in Madrid Armee-Einheiten zur Unterstützung der Polizei an die Grenze. Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte noch am Freitag nach Ceuta reisen.

Größter Migrantenansturm seit Jahren

Nach Angaben aus Polizeikreisen kamen die meisten Menschen schwimmend nach Ceuta. Mindestens 34 Migranten starben laut Behörden beim Versuch, die spanische Exklave zu erreichen.

Der Zustrom hielt auch in der Nacht und am Freitagmorgen an. Nach Angaben der Polizei erreichten weiterhin Hunderte Menschen die EU-Außengrenze. Es handelt sich um den größten Migrationsansturm auf Ceuta seit dem Jahr 2021.

Anwohner in Angst

Medienberichten zufolge verbrachten in der Nacht zahlreiche junge Migranten die Nacht im Freien. Viele hätten kaum Kleidung bei sich gehabt. Nationale Medien beschrieben die Stadt als improvisiertes Freiluftlager, während die Infrastruktur an ihre Grenzen gestoßen sei.

Auch unter den Bewohnern wächst die Verunsicherung. Ein Geschäftsinhaber sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Unternehmer würden sich zusammenschließen, um ihre Geschäfte und Familien selbst zu schützen.

Die Polizei sei fast ausschließlich an der Grenze im Einsatz. Weitere Anwohner berichteten von einem Gefühl völliger Schutzlosigkeit und warfen der Zentralregierung in Madrid vor, sie im Stich zu lassen.

Zusammenstöße an der Grenze

An der Grenze zu Marokko kam es Berichten zufolge bereits zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein, zudem brannten mehrere Fahrzeuge.

Related Posts

So gab Meinl-Reisinger 100.000 Euro für Flugreisen aus

Sie ist die Jetset-Ministerin: Beate Meinl-Reisinger. Gemeinsam mit ihrem Kabinett verflog sie in nur drei Monaten satte 100.000 Euro. Eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat…

“Versteht keiner”: Babler-Sitzung sorgt für Unmut

SP-Babler hat seine Regierungsmitglieder für Mittwoch kurzfristig zwecks besserer “Abstimmung” einbestellt. Schon beim Termin mangelt’s an Abstimmung. Die SPÖ manövriert sich selbst immer tiefer ins Chaos. Seit…

XXL-Regierung verflog in drei Monaten eine Million Euro

Abgehoben ist die Regierung auch im zweiten Quartal wieder – und zwar buchstäblich: “Heute” liegen alle Reisespesen-Abrechnungen vor. Die Details. Es ist die größte Regierung aller Zeiten:…

Paukenschlag! Minister fordert Corona-Hilfen zurück

Minister Marterbauer macht klar: Wer Corona-Hilfen zu Unrecht erhalten hat, muss mit Rückforderungen rechnen. Dabei geht es um 158,8 Millionen Euro. Bei der Abwicklung der milliardenschweren Corona-Hilfen…

Neuer Missbrauchsfall erschüttert Österreichs TV-Szene

Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen Ermittlungen wegen schwerer Vorwürfe. Auch zwei Frauen stehen im Fokus der Justiz. Gegen einen bekannten österreichischen TV-Star laufen seit Mai Ermittlungen…

SPÖ-Kräftemessen um “Kultur-Euro”: Babler droht Ludwig

Die Stadt Wien plant, kulturelle Events mit einer neuen Abgabe zu versehen. Grund: das klamme Stadtbudget. Jetzt schaltet sich die Regierung ein. Die Stadt Wien nennt ihn…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You cannot copy content of this page