Vater und Tochter tot! Mama fand verunglückte Familie

Auch für die Rettungskräfte war der Einsatz eine große und emotionale Herausforderung.

Auch für die Rettungskräfte war der Einsatz eine große und emotionale Herausforderung.© Facebook / FF Satteins

Traktorunfall Satteins: Vater und Tochter sterben, Mutter findet Familie. Neue Details zur Tragödie in Vorarlberg, Ermittlungen laufen.

Nach dem tödlichen Traktorunglück in Satteins in Vorarlberg wird das Ausmaß der Tragödie immer deutlicher. Ein Vater und seine sechsjährige Tochter kamen bei dem Unfall ums Leben. Die vierjährige Schwester überlebte verletzt. Besonders erschütternd: Die Mutter stieß laut “Kronen Zeitung” selbst auf die Unfallstelle.

Der Mann war am Dienstagvormittag gemeinsam mit seinen beiden Töchtern auf einem steilen Wiesengelände im Bereich Zwischentobel unterwegs. Mit einem Traktor samt Anhänger geriet das Gespann aus bislang ungeklärter Ursache ins Rutschen, überschlug sich und kam auf dem Hang zum Liegen.

Da sich das Unglück in einem abgelegenen Gebiet ereignete, blieb es zunächst unbemerkt. Als ihr Ehemann und die beiden Kinder über Stunden nicht nach Hause zurückkehrten, machte sich die Mutter auf die Suche. Dabei entdeckte sie die Unfallstelle und setzte sofort den Notruf ab.

Für den Vater und seine sechsjährige Tochter kam jede Hilfe zu spät. Beide waren bereits ihren schweren Verletzungen erlegen. Die vierjährige Tochter wartete stundenlang auf Hilfe, wurde später von einem Notarzt versorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.

Nach der Alarmierung rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus. Neben Rettung und Notarzthubschrauber standen die Freiwilligen Feuerwehren Satteins und Frastanz, die Bergrettung sowie die Polizei mit mehreren Streifen, einer Drohne und dem Hubschrauber “Libelle” im Einsatz. Zusätzlich wurde ein Kriseninterventionsteam angefordert.

Der Einsatz hinterließ auch bei den Helfern tiefe Spuren. Einer der Feuerwehrmänner sagte zur “Krone”: “Es war ein sehr belastender Einsatz, weil wir die Menschen persönlich gekannt haben und ein Kind dabei war. Das stellt die Rettungskräfte vor eine enorme, emotionale Herausforderung. Wir rücken normalerweise zu einem Einsatz aus, um zu helfen. Umso schwerer ist es, wenn das nicht mehr möglich ist. Trotzdem müssen wir funktionieren und unsere Aufgabe erfüllen.”

Die genaue Ursache des Unfalls ist weiterhin unklar. Die Polizei ermittelt, warum das landwirtschaftliche Gespann auf dem steilen Wiesengelände ins Rutschen geriet.

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