Österreicher musste für 14.000 Euro sterben

Nach dem tödlichen Angriff auf einen 64-Jährigen in Klagenfurt verdichten sich die Ermittlungen. Offenbar eskalierte ein Streit um 14.000 Euro.

Nach der tödlichen Gewalttat im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht liegen neue Erkenntnisse zum Motiv vor. Ein 44-Jähriger soll Mitte Juni einen 64-Jährigen mit zwei Hämmern getötet haben. Nach den bisherigen Ermittlungen dürfte ein lang schwelender Streit um Geld der Auslöser gewesen sein.

Der Verdacht der Ermittler hat sich inzwischen erhärtet. Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, bestätigt gegenüber der “Kleinen Zeitung”: “Der Beschuldigte berichtet über Schulden bei dem Opfer in der Höhe von circa 14.000 Euro.”

Männer arbeiteten zusammen

Bei dem Geld soll es sich um Ausgaben gehandelt haben, die der 64-Jährige für den späteren Tatverdächtigen übernommen hatte. Der Karosseriespengler bezahlte laut Ermittlungen Lackierutensilien für den 44-Jährigen. Außerdem soll er zugesagt haben, auch dessen Meisterbrief zu finanzieren. Nach Angaben des Beschuldigten hätte das rund 10.000 Euro gekostet.

Die beiden Männer arbeiteten bereits seit längerer Zeit zusammen. Unter anderem sollen sie Mini-Transporter zu Wohnmobilen umgebaut haben. Offenbar planten sie, sich mit einem gemeinsamen Unternehmen selbstständig zu machen, heißt es im Bericht der Tageszeitung weiter.

Streit eskalierte in der Tatnacht

Nach den Aussagen des 44-Jährigen führte die finanzielle Situation immer wieder zu Konflikten. Auch in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni soll es erneut zum Streit gekommen sein – diesmal mit tödlichem Ausgang.

Der Beschuldigte soll laut “Kleine Zeitung” den 64-Jährigen mit zwei verschiedenen Hämmern attackiert und mehr als 30-mal auf ihn eingeschlagen haben. Nach seinen eigenen Angaben wechselte er während der Tat sogar die Tatwaffe und verwendete sowohl einen Spenglerhammer als auch ein Maurerfäustel. Beide Hämmer wurden später im Auto des 44-Jährigen sichergestellt.

Polizei selbst verständigt

Nach der Tat fuhr der Mann zunächst nach Hause. Wenig später kehrte er mit seinem Auto zum Tatort zurück. In dem Fahrzeug fanden die Ermittler neben den beiden Hämmern auch die Brieftasche des Opfers. Anschließend verständigte der 44-Jährige selbst die Polizei, die ihn vor dem Haus des Getöteten festnahm, berichtet die Tageszeitung.

Der Mann hat die Tat gestanden und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Bereits im Vorjahr musste er sich vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Damals wurde er verurteilt, weil er seine Frau verfolgt und mit einem Messer bedroht hatte. Die Strafe lautete auf zwölf Monate teilbedingte Haft, davon drei Monate unbedingt. Erst im Oktober war er aus der Haft entlassen worden.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Bluttat dauern weiterhin an. Für den tatverdächtigen Mann gilt die Unschuldsvermutung.

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