Nord-Stream-Anklage – Kickl will Kiew Geldhahn zudrehen

Die deutsche Bundesanwaltschaft vermutet, dass die Nord-Stream-Anschläge von der Ukraine beauftragt wurden. FPÖ-Chef Kickl fordert Konsequenzen.

Die Nord-Stream-Anschläge aus dem Jahr 2022 sorgen erneut für Aufregung: Ein ehemaliger ukrainischer Offizier wurde nun in Deutschland angeklagt. Er wurde im August 2025 in Italien gefasst und sitzt aktuell in U-Haft.

Zur Erinnerung: Im September 2022 wurden die Pipelines, die russisches Gas nach Deutschland bringen sollten, durch Sprengsätze schwer beschädigt. Allerdings waren sie zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 schon kurz davor eingestellt – vermutlich als Antwort auf die westlichen Sanktionen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Nord Stream 2 wurde überhaupt nie in Betrieb genommen.

“Politische Konsequenzen”

Dennoch hat die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nun einen brisanten Verdacht: Die Behörde geht davon aus, dass die Leitungen im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine gesprengt wurden. Ziel der Sabotage war laut Anklage, die Gaslieferungen über die Pipelines dauerhaft zu stoppen, damit Russland die Einnahmen nicht mehr für den Krieg gegen die Ukraine verwenden kann.

In der Anklage ist von einem Kriegsverbrechen durch einen Angriff auf zivile Objekte die Rede. Dieser Umstand sorgt nun für Aufregung bei FPÖ-Chef Herbert Kickl. Am Freitag meldete sich der freiheitliche Frontman dazu auf Facebook zu Wort und forderte “politische Konsequenzen”.

Kickl: Kein Cent mehr für Kiew

“Wenn der Verdacht im Raum steht, dass Vertreter der Ukraine in einen Anschlag auf kritische europäische Energieinfrastruktur verwickelt waren, dann kann Österreich nicht einfach zur Tagesordnung übergehen”, schrieb Kickl. Ihm zufolge müssten Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) die Interessen Österreichs entschlossen vertreten.

Demnach seien alle Zahlungen an die Ukraine sofort einzustellen. Der FPÖ-Chef betonte, dass “kein Cent österreichischen Steuergelds” mehr nach Kiew gehen dürfte. Zudem sollen alle bisherigen Zahlungen lückenlos offengelegt und mögliche Schadenersatzansprüche geprüft werden.

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